Maria Braig

Maria Braig

„Ich bin Autorin und LKW-Fahrerin.“
Die Reaktion auf diesen Satz ist meist: „Wow, wie cool.“
Anfangs dachte ich, damit wäre gemeint, dass ich Bücher schreibe, aber nein, das „cool“ bezieht sich immer aufs LKW-Fahren.

Meine ersten neunzehn Lebensjahre verbrachte ich im Allgäu. Nach dem Abitur studierte ich Germanistik und Empirische Kulturwissenschaft in München und Tübingen, wo ich nach Abschluss des Studiums eine Weile als Lektorin in einem Kleinverlag arbeitete. Das geschah damals noch ohne PC, dafür aber mit Korrekturfahnen und viel Tippex. Unsere größte technische Errungenschaft war eine Olivetti-Schreibmaschine mit einem Display, auf dem man immerhin zehn Worte korrigieren konnte.
Es folgten verschiedene Jobs und nach einigem Hin und Her landete ich auf der Straße und da bin/fahre ich heute immer noch. Früher vorwiegend auf der Schwäbischen Alb und im Schwarzwald, heute – nachdem mich die Liebe weiter nach Norden geführt hat – erkunde ich hauptsächlich die A1 und das Emsland.

Um den Kopf zu beschäftigen, man könnte auch sagen als geistiger Ausgleichssport, begann ich eines Tages, Werbetexte für Internetportale zu schreiben. Anfangs waren das vor allem Texte über Reisen in alle möglichen Länder dieser Welt, was ziemlich spannend und auch lehrreich war, später landete ich bei Texten über Kosmetikartikel, Ferienwohnungen und Hausmeisterdienste. Da ich auf den Geschmack am Schreiben gekommen war, entstand eines Tages mein erster Roman.

Nachdem ich viele Jahre (mal mehr und mal weniger) in der Flüchtlingsarbeit engagiert war und mir das Thema noch immer sehr am Herzen liegt, befassen sich meine Romane meist (auch) mit der Thematik Flucht und Asyl, so auch mein Roman im MAIN Verlag.


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